Die 5 Ebenen des Heilens (n. Dr. Klinghardt)

Nach neuesten (und nicht mehr so neuen) Erkenntnissen aus Physik und Mathematik existieren wir Menschen in verschiedenen Dimensionen gleichzeitig. Der physische Körper existiert innerhalb einer Sphäre von weiteren, unsichtbaren Körpern, die ihn umgeben und durchdringen.

Das Ebenenmodell, dass Dr. Klinghardt aus der indischen Yogilehre heraus entwickelte, ist ein Modell mit dem sich verschiedene Themen unserer Lebenswelt betrachten und analysieren lassen.

Das Modell geht davon aus, das jeder Organismus verschiedene Körper, wie Hüllen übereinander vereint. Jeder dieser Körper steht sowohl in Verbindung mit den anderen Anteilen des Organismus, als auch mit der Umwelt. Jede Ebene ist auf ihre Weise empfänglich und empfindlich für spezifische Einflüsse und Einwirkungen von außen.

wIE ENTSTEHT kRANKHEIT

Das Ebenenmodell ist ein theoretisches Modell, dass sich im Prinzip auf alle Themen anwenden lässt.
Die oberen Ebenen haben einerseits eine dominierende Wirkung auf die Ebenen darunter, sie tropfen geradezu nach unten (wie zB. die langfristigen physischen Auswirkungen einer PTBS). Andererseits kann auch der Einfluss der unteren Ebene die oberen Ebenen stören (Bp: eine massive Schwermetallvergiftung kann u.a. zu Ängsten führen).

In einer pragmatischen und homöopathischen Praxis, so wie meiner führt das zu der relevanten Fragestellung:

Auf welcher Ebene ist die Erkrankung meines Patienten entstanden?

Ein Symptom wie Fieber oder Schmerz, ist ja keine Krankheit.
Leider wird das oft verwechselt. Vor allem von der Pharmaindustrie. Eine Kopfschmerztablette ist auf der unteren (körperlichen) Ebene wirksam. Das ist manchmal wirklich die Rettung. Jedoch kann eine Kopfschmerztablette chronische Kopfschmerzen nicht heilen, sie kann nur die Symptome unterdrücken.

Das Ebenenmodell am Beispiel einer Narbe

Eine Narbe kann viel erzählen über:

 

  • Schmerzen & Unfälle, groß und klein
  • wilde Jagden mit dem Fahrrad und Rollschuhfahren ohne Schoner
  • die unvollständig geheilte Verbindung von Hautnerven (Kribbeln, Taubheit, Schmerzen, wildes Fleisch)
  • den Verlust einer Brust, Fingerkuppe oder Gliedmaßen
  • eine schwere Geburt
  • lebensbedrohliche oder lebensverachtende Situationen
  • den Verlust von geliebten Menschen

Die physische Narbe (1. Ebene)

Dieser Fall stammt aus meiner Praxis:
Die Patientin (48J.) hatte mehrere schmerzhafte Narben am Kopf und seit langem Probleme mit den Halswirbeln, die durch einen schlimmen Autounfall mit 18 Jahren davongetragen wurde.
Die großen und tiefen Narben schmerzten und kribbelten oft und waren unangenehm.

Auf der 1. Ebene – der Ebene des physischen Körpers – waren ihre Wunden fachgerecht genäht und versorgt worden. Wären die Wunde relativ frisch und würden sie nicht verheilen, nässen, und immer wieder aufbrechen, könnte man hier gut mit homöopathischen Mitteln ansetzen: Es gibt hilfreifche, homöopathische Wundheilungsmittel, wie zB. Calendula in der Urtinktur oder in der D12 (3x5 Globuli täglich). Aber die Narben sind alt, fast 30 Jahre her. Sie kribbelt, sticht, brennt und macht neuralgische Schmerzen. Dafür braucht man andere Mittel.

Die Narbe als elektrisches Störfeld (2. Ebene)

Die 2. Ebene ist der elektrische Körper.
Hier kommuniziert ein Organismus mittels Aktionspotentialen von Zelle zu Zelle. Hier fließen elektrische Ströme durch den gesamten Körper und vor allem durch die Nervenzellen. Elektrische Ströme im Körper werden zB. über ein EEG oder EKG abgenommen und so sichtbar. Sie sind also keine esoterische Vorstellung, sondern physiologische Realität.

Bei einer Narbe werden Hautareale durchtrennt und wieder zusammengenäht. Oft gibt es taube Hautareale an OP Narben, dort sind die Hautnerven nicht richtig zusammengewachsen Diese Narben (wie auch Piercings oder Tattoos) können elektrische Störfelder bilden, die auch an entfernten Stellen Organe beeinträchtigen. (Siehe Headsche Zonen)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten in der Praxis Narben zu entstören. Doch die Techniken scheinen bei ihr nur kurz zu funktionieren, denn wieder zeigt sich die Narbe als Störfeld.

Narben mit traumatischem Bezug (4. Ebene)

Nun kann es sein, dass es bei bestimmten Narben nicht ausreicht, sie nur auf der 1. und 2. Ebene zu entstören. Auf der 3. Ebene- der Ebene des Mentalfelds – kann sich im Zusammenhang mit der Narbe noch ein traumatischer Zusammenhang zeigen, der nicht gelöst ist. Die Patientin hatte nach ihren Autounfall vor 30 Jahren monatelang im Krankenhaus gelegen. Sie hatte den Unfall überlebt. Aber wie sich herausstellte, war dieser Unfall, obwohl er so lange zurück lag, nicht integriert.

In der traumtherapeutischen Behandlung kam zur Sprache, dass damals im Auto ihre beste Freundin und 2 weitere Freunde starben. Das offenbarte den traumatischen und systemischen Hintergrund.

 

Narben mit systemischem Bezug (4. Ebene)

Für diese Patientin war es wichtig den traumatischen Unfall und Verlust noch einmal ans Licht zu holen, neurobiologisch zu integrieren und sich mit allen Seelenanteilen ganz für das Leben zu entscheiden. Denn oft sind Teile der Seele mit dem eigenen Überleben nicht einverstanden, wenn der Preis das Leben der anderen zu sein scheint. Erst nach den traumatherapeutischen Interventionen liessen die störenden Empfindungen in den Narben nach und sie testeten nicht mehr als Störfeld.

Ein einmaliger Schock, der eine Narbe hinterlassen hat, lässt sich mit Homöopathie und traumatherapeutischen Techniken der ANK (wie MFT, Augenbewegungen und Farbbrillen) oft auch in einer Sitzung integrieren.

Diese Geschichte habe ich erzählt, um zu zeigen, dass es manchmal nicht ausreicht eine Narbe nur rein körperlich zu entstören, wenn das zugrundeliegende Trauma  nicht gelöst ist. (Genauso wie es nicht ausreicht eine chronische Erkrankung losgelöst von ihren psychosomatischen Ursachen auf der unteren Ebene zu behandeln.)

Die Konflikte der Seele (4. und 3. Ebene) haben die Angwohnheit sich auf die darunterliegenden Ebenen auszuwirken. Manchmal zeigt sich auch auf der 4. Ebene – der systemischen Ebene – ein Zusammenhang zu einer Narbe. Dann können (Kriegs)Traumata der Eltern oder Großeltern in Verbindung mit auffällig häufigen Unfällen oder Erkrankungen der nachfolgenden Generationen stehen. (Sie kennen sicher auch Menschen, die alles mitnehmen an Unfällen, was ihnen vor die Füße kommt?)

In der Homöopathie und in der Angewandten Neurobiologie behandeln wir immer alle Ebenen, damit kann der Körper sich wieder selbst regulieren und Heilung wird möglich.