Traumatherapie

 

Als Trauma gilt in meiner Praxis:
jede körperliche oder seelische Verletzung, die Auswirkungen auf das künftige Verhalten und auf die körperliche und seelische Gesundheit des Betroffenen hat.

Die Praxiserfahrungen zeigen, dass traumatisierende Erlebnisse weit weniger drastisch sein müssen und dementsprechend sehr viel häufiger vorkommen als die „üblichen“ Trauma-Ursachen (Schocktrauma) vermuten lassen. Belastende Erlebnisse und ungelöste, seelische Konflikte (USKs) der ersten Lebensjahre, sind nicht nur „prädisponierende Faktoren“ für psychische oder physische Störungen, sondern stellen oft deren Ursache dar.

Ich behandle Traumatisierungen neurobiologisch, weil sie zu allererst ein Problematik im Gehirn darstellen:

  • Homöopathische Traumamittel
  • Mentalfeldtherapie (MFT)
  • Psychokinesiologie (PK)
  • Augenbewegungsmethode (analog zur EMDR) mit Farbbrillen

Meine persönliches Lernen mit und über Trauma geben mir die Gewissheit mit meinen Patienten in traumatische Abgründe hinabzusteigen und zusammengesetzt und leichter wieder aufzutauchen. Schwere Abspaltungen und komplexe Traumatisierungen sollten allerdings in speziellen Traumakliniken behandelt werden.

Ursachen für Traumatisierungen

Intrauterin:
eigentlich alles was Mutter und Kind in dieser Zeit passieren kann, Unfälle, Streit zwischen den Eltern, Ablehnung der Schwangerschaft (Abtreibungsversuch), Medikamente, verlorener Zwilling, usw

Geburt:
Vorzeitige Einleitung der Geburt, Anästhesierung der Mutter, grelles Licht, Temperatursturz, laute Stimmen, Hektik, das Wiegen des Neugeborenen auf der kalten Waagschale, das Hochhalten an den Füßen (zum exakten Längenmessen), das Im-Arm-Halten-und-nach-hinten-Abkippen (Test des Moro-Reflexes), die Trennung von der Mutter, das Alleinlassen, lieblose, unachtsame Behandlung durch Klinikpersonal oder gar durch die Mutter selbst.

 

Gestörte Bindungen:
Sind wir erst einmal auf dieser Welt, sind die Möglichkeiten durch schmerzhafte Ereignisse traumatisiert zu werden kaum aufzuzählen: Krankenhausaufenthalte und Operationen, Abgegeben werden zur „Fremdbetreuung“, Schläge, Missachtung, Vernachlässigung, Lieblosigkeit, Geringschätzung, Demütigung, Misserfolge, emotionale Überforderung, ungerechte Schuldzuweisungen, Heimweh im Ferienheim, der Zwang dort, Essen, was man nicht mag usw., von Schlimmem und sehr viel Schlimmerem ganz zu schweigen.

Systemische Einflüsse / Transgenerationentrauma:
Traumatische Erlebnisse gelangen in die nächste Generation, wenn sie ein indivdiuelles Maß an Integrierbarkeit übersteigen. So übertragen sich traumatische Anteile und Bewältigungsstrategien der Überlebensanteile als Blaupause durch auf die nächste Generation. In Aufstellungen sieht man immer wieder, wie sich unsere inneren Kinder mit den Traumaanteilen der Eltern solidarisieren. Dazu haben sie ebenso den  Überlebensanteil der Eltern oder Großeltern verinnerlicht, was zu einer ähnlichen Zerrissenheit führt – nur ohne erkennbaren Auslöser im eigenen Leben der Kinder.

Man nimmt heute an, dass ca. 60% der Deutschen nach dem WWII an PTBS litten. In Lebensgeschichten und Aufstellungen wird deutlich, wie diese mitsamt Traumareaktionen, Gaubenssätzen und Einschränkungen auf psychischer, als auch auf zellulärer Ebene an ihrer Kinder und deren Kinder weitergegeben wurden. Emotional verhärtete Eltern und „Funktionieren“ war der emotionslose Alltag der Kriegskinder. Kollektiv liegt selbst den Enkeln der Glaubenssatz „ich kann/darf nicht vertrauen“ auf der Seele.

…eine innere Zwangsjacke, die entsteht, wenn ein verheerender Augenblick in der Zeit eingefroren wird. Er unterdrückt die Entfaltung des Seins und unterbindet unserer Versuche, das schreckliche Geschehen hinter uns zu lassen und unser Leben einfach fortzusetzen.

Es trennt uns von unserem Selbst, von anderen, der Natur und dem Geist. Wenn wir uns durch eine Bedrohung überwältigt fühlen, dann versteinern wir vor Angst, so als seine unserer instinktiven Überlebensenergien aus dem Sprung, ohne jedoch eine Richtung zu haben.“

Dr. Peter Levine

Von Dr. Dietrich Klinghardt habe ich viel über die Entstehung und Auswirkungen von epigenetischen Veränderungen gelernt:
Traumata, die ein Kind im Mutterleib oder in den ersten 2 Jahren erlebt, führen zu tiefgreifenden, epigentischen Veränderungen im Organismus. Diese Erschütterung der Seele in vorsprachlicher Zeit führt oft zu nachhaltigen Entgiftungsstörungen und Veränderungen der Biochemie im Gehirn. Trauma wird in allen Zellen des Körpers abgespeichert, so auch in den Faszien, die die Muskelzellen umhüllen. Deshalb muss Traumatherapie auch unbedingt aus Körper mit Bewegung (Tanz, Dynamic Meditation, Sport, Holz hacken etc.) entlassen und geschüttelt werden.
Die unerkannten psychischen und physischen Auswirkungen „kleiner“ oder „großer“ Traumata (alles eine Frage der Perspektive)  beobachte ich in dramatischer und oft erschütternder Weise in der Praxis.

Ohne die Heilung der zugrundeliegenden „ungelösten seelischen Konflikte“ (USK) können die dadurch entstandenen Erkrankungen nicht heilen. Das ist die wertvolle Erkenntnis, die der Lehre Dr. Klinghardts zugrunde liegt.